Paradigmenwechsel hin zu Leichtbau scheint in der klassischen Auto-Industrie anzukommen

Ein wegweisender Paradigmenwechsel hin zur Leichtbauweise scheint nun endlich in der herkömmlichen Automobil-Industrie stattzufinden. Hiermit dürfte ein technologischer Rückstand zu Spezialisten aus der Karosserie- und Kunststoffbranche (z.B. Heuliez heute, Horlacher bis in die 90er Jahre) sowie innovativen KMU, wie bspw. die Cree AG aus der Schweiz allmählich aufgeholt werden.
Bislang blieb es diesen Nischenkompetenzen, beginnend mit den 80er Jahren, vorbehalten, straßentaugliche und somit energieeffiziente Leicht-Elektro-Mobile (LEM) herzustellen und in Kleinst-Serien auf den Markt zu bringen.

Wie ampnet berichtet, will BMW zum Jahr 2013 ein Elektro-Megacity Vehicle (MCV), als i-setta auf den Markt bringen, das weltweit das erste Großserienfahrzeug mit einer Fahrgastzelle aus Karbon sein wird.
Gegenüber einer konventionellen Bauweise aus Stahl wird somit eine Gewichtsreduktion von 250 bis 350 Kilogramm erzielt werden können.

BMW bezeichnet die Fahrzeugarchitektur des MCV als Life-Drive-Konzept.
Im "Drive"-Modul integriert das Chassis sowohl Batterie, Antrieb als auch die Struktur- und Crashfunktionen in einem System.
Das "Life"-Modul besteht überwiegend aus einer sehr leichten und hochstabilen Fahrgastzelle aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK), der bislang im größeren Stil nur in der Luftfahrttechnologie zum Einsatz kommt.

Wenn in einem weiteren Entwicklungsschritt die Fahrgastzelle auch aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden könnte, was bereits Henry Ford mit seinem legendären Model T gelang, dann wäre dies ein weiterer großer Sprung in Richtung nachhaltiger, klima- und umweltverträglicher Technologieentwicklung.