Das ElektroFahrzeug-Institut (EFI) beim parlamentarischen Abend des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.)

Beim diesjährigen parlamentarischen Abend am 29.04.2010, organisiert von den VDE-Landesvertretungen in Niedersachsen, drehte sich dieses Mal alles um das Thema „E-Mobility“.

Hierfür stellte das ElektroFahrzeug-Institut in Absprache mit Thomas Blank, Vorsitzender des Bezirksvereins Hannover, mehrere Elektrofahrzeuge zum Anfassen und Erleben zur Verfügung.

Das EFI wählte für die Veranstaltung der politisch wie wirtschaftlich repräsentativen Zielgruppe eine Fahrzeugauswahl des internationalen Wettbewerbs:

Darunter den Elektrotrendsetter Hotzenblitz (Bj.1993) mit deutscher Wertschöpfungsleistung bereits vor ca. 20 Jahren, den Elektrosportwagen Tesla Roadster aus Amerika und zwei technologisch und qualitativ ausgereifte chinesische Elektroroller mit deutscher Qualitätsmanagement-Veredelung der Firma InnoScooter

Tesla Roadster, InnoScooter Retro & 2500, Hotzenblitz

Dieser Ausschnitt unserer Fahrzeuge spiegelt sehr gut die derzeitige weltwirtschaftliche Wettbewerbssituation wider“ so Patrick Zankl, Geschäftsführer des EFI.

"Deutschland hätte mit seinen hervorragenden Ingenieursdisziplinen bereits vor 20 Jahren Technologien und Lösungen wertschöpfend aus dem eigenen Land heraus entwickeln können.

Als weltweit drittgrößter Automobilmarkt mit etwa 43 Mio Fahrzeugen (Einspur- und Mehrspurfahrzeuge) und dem Umwelttechnologie-Know-How wurden die Chancen zu einem wettbewerbserhaltenden E-Mobilitäts-Leitmarkt für viele Arbeitsplätze versäumt. Stattdessen importiert man jetzt, zusätzlich zum Energiehunger und zur fossilen Energieabhängigkeit vom Ausland, Geschäftsmodelle und Lösungen rund um die Elektromobiltiät aus Asien, den USA und dem benachbarten Ausland nach Deutschland. Dieser Misere und dem wirtschaftspolitischen Versäumnis möchten wir einen vernetzten Beitrag aus Wirtschaft und Wissenschaft entgegenstellen.

Viele Teilnehmer aus Professoren und Abgeordneten nutzten die Gelegenheit, Elektromobilität einmal aus nächster Nähe zu „er-fahren“. Bspw. hatte jeder die Möglichkeit im Tesla Roadster zu erfahren, welche neue Dimensionen die Elektromobilität in den Verkehr bringt: Lokale Schadstoff-Nullbelastung (bei Verwendung ausschliesslich Erneuerbarer Energien!) bei gleichzeitiger  Spurtstärke und Geschwindigkeit ohne Motorenlärm.

Gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten der Region, Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Industrie und Handwerk wurden eigene Erfahrungen und Einschätzungen ausgetauscht und diskutiert.

Professor Mertens präsentierte die Ergebnisse aus der tags zuvor veröffentlichten VDE-Studie „Elektrofahrzeuge“ und sorgte mit einem Gesamtüberblick zur Elektromobilität für einen guten Einstieg in das Thema. Reine Elektrofahrzeuge sieht der VDE zunächst für leichte Kleinwagen und Tagesstrecken von unter 100 Kilometern, womit bereits fast 90 Prozent aller privaten Autofahrten abgedeckt werden.

Der abschließende Vortrag von Professor Dr. Jürgen Leohold, Leiter der Volkswagen Konzernforschung, erläuterte den Entwicklungsstand auf dem Gebiet der Elektromobilität im Hause VW. Jedoch dominierten die Ausführungen über mögliche Effienzverbesserungen bei den Verbrennungsmotoren und über eine Vielzahl anderer Antriebskonzepte seinen Vortrag. Konzepte für eine nachhaltige Elektromobilität konnten seitens des VW-Vortragenden dagegen nicht überzeugen.

von li. nach re.:
Luc Perraudin (EFI), Thomas Blank (VDE), Prof. Gockenbach (VDE), Patrick Zankl (EFI)